Gute Vorbereitung garantiert problemlosen Start

Eine Woche später als theoretisch möglich begann am Montag der Sportbetrieb der Fußballabteilung am SANA Sportpark. Verantwortlich für die Verzögerung war, dass die drei dort trainierenden Vereine – neben uns noch der OFC mit dem Nachwuchsleistungszentrum und die Leichtathletikgemeinschaft Offenbach – zunächst in enger Abstimmung einen Beleg- und Organisationsplan erstellen mussten. Dieser gilt zunächst für 14 Tage und wird ständig fortgeschrieben und angepasst.

Grundlage der Vereinbarungen sind selbstverständlich alle von Behörden und dem Hessischen Fußballverband erlassenen Regeln: Abstandswahrung; Hygiene und Desinfektion; Umkleiden und Duschen geschlossen; Keine Begleitpersonen auf der Sportanlage, kontaktfreies Training ohne Wettkampfsimulation …

Zunächst beginnt das Training für alle Mannschaften von der C-Jugend aufwärts. Die jüngeren Teams sollen erst später folgen. Grundsätzlich ist die Teilnahme am Training freiwillig.

Jugendliche und Aktive müssen zum ersten Trainingstermin die erarbeitete, und von den jeweiligen Trainern über die modernen Medien verbreitete, Elterninformation unterschrieben mitbringen.

Die eigentliche Trainingszeit auf dem Platz wird nur eine Stunde sein. Eine weitere halbe Stunde werden für die Vor- und Nachbereitung notwendig, denn die ankommenden und fertigen Mannschaften sollen sich auf der Anlage ja nicht begegnen. Dazu nutzen die Vereine auch unterschiedliche Eingänge. Kommen die Aktiven des OFC vom Wiener Ring aus, werden die Spieler/innen der Wiking am Tor zum Heusenstammer Weg abgeholt.

Auch für die Trainer gibt es schriftliche Handlungsanweisungen. Die Teilnehmer sind auf vorbereiteten Listen zu erfassen, der Ablauf und Zugang zu Hygienemaßnahmen ist zu organisieren, und natürlich ist das Training ohne Körperkontakt, Einwürfe oder Kopfbälle zu planen. Dafür stehen umfangreiche Materialien zur Trainingsgestaltung seitens des Vereins und Verbandes zur Verfügung und sicherlich erfolgt zusätzlich ein interner Erfahrungsaustausch.

Die erste Mannschaft am SANA Sportpark war am Montag die U14 Mädchenmannschaft bei Trainer und Abteilungsleiter Torsten Bracone.

Die etwa 20 Spielerinnen kamen, wie angestrebt, überwiegend zu Fuß oder mit dem Rad zum Training und warteten sehr diszipliniert, und mit ausreichend Abstand, am Eingang. Dort wurden sie vom ihrem Trainer abgeholt, die Anwesenheit dokumentiert und die Elterninformation abgegeben. In einem Zweifelsfall wurde, durch Anruf bei den Eltern, die Teilnahme ermöglicht.

Durchweg blickte man in strahlende Gesichter, die sich über ein Wiedersehen erkennbar freuten und volles Verständnis und Akzeptanz für die notwendigen neuen Regeln äußerten. Mit Blick auf die menschenleere Sportanlage fiel den Spielerinnen sofort der sehr gute Zustand der Rasenplätze auf.

Acht Wochen Pause haben hier kleine Wunder bewirkt!

Vor der gesamten Gruppe erläuterte der Trainer den weiteren Ablauf, der mit einer Handdesinfektion begann. Nach doch recht langer Zeit galt es, behutsam ins Training einzusteigen. Das Großfeld wurde in Zonen aufgeteilt, in denen sich mit und ohne Ball feste Gruppen bewegten,

konzentriert und sichtlich mit viel Spaß. Nach einer abwechslungsreichen Stunde schien die Gruppe den sonst prägenden Zweikampf und das abschließende „Spielchen“ kaum zu vermissen.

Deshalb gab es im Abschlussgespräch Lob von allen Seiten und allgemeine Zufriedenheit mit dem Einstieg ins Training. Natürlich wurde das Trainingsmaterialien und erneut die Hände gewaschen, bevor man als Gruppe das Trainingsgelände vor Eintreffen der nächsten Mannschaft wieder verließ.

Eine „Expertengruppe“ diskutierte zwischenzeitlich die Meldung, nach der einige Gemeinden ihre Bolzplätze schon wieder geschlossen hätten, da dort die notwendigen Regeln, trotz Ermahnungen, nicht eingehalten wurden. Training in Vereinen, das war Konsens, ist deshalb auch ein pädagogisches Instrument!

dr.