Lockerungen - Schritt für Schritt und verantwortungsvoll!

Werte Mitglieder,

am 7. Mai wurde die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie“ seitens der Bundes- und Landesregierung der aktuellen Entwicklung angepasst und eröffnete so dem organisierten Sport begrenzte Möglichkeiten zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes.

Für den „Sport unter freiem Himmel“ waren die sogenannten „Lockerungen“ keine Überraschung. Auch auf die Bedingungen zum „individuellen Training“ waren wir vorbereitet, hatten diese im Bereich Rudern/Kanu sogar selbst mitentwickelt und vorübergehend mit Genehmigung des Ordnungsamtes in Offenbach erprobt. So trainieren wir aktuell schon, unter strikter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, nach einem von unserem Trainer erstellten Zeit- und Bootsplan, ausschließlich in Einern. Für den Breitensport muss es ja nicht das Rennboot sein. Es steht, nach Terminvereinbarung, ein C-Einer zur Verfügung!

Im nächsten Schritt wird, passende Witterung vorausgesetzt, auch wieder Krafttraining für unsere Nachwuchskräfte in feststehenden Kleingruppen und unter freiem Himmel zum Angebot gehören. Ob die Hoffnungen auf Teilnahme an Regatten ab September sich erfüllt, kann heute noch nicht eingeschätzt werden. Sicher hätten es sich all diejenigen verdient die sich motiviert haben, auf Ruderergometern, mit dem Fahrrad oder mit Laufeinheiten, an ihrer Form zu arbeiten. Auch dafür gab es fortlaufend spezifische Trainingspläne.

Ruderer und Kanuten dürfen derzeit nur im Einer trainieren!

Eine Woche später als vom Grundsatz her möglich, steigen auch die Fußballer der Wiking wieder in das Training ein. Zunächst wurde mit dem Nachwuchsleistungszentrum von Kickers Offenbach und der Leichtathletikgemeinschaft Offenbach ein Konzept erarbeitet, wie, bei der Vielzahl der Mannschaften am SANA Sportpark, überhaupt Training realisiert werden kann, und unter welchen Bedingungen. Sehr erfreulich berichten zu können, dass die Zusammenarbeit hier sehr konstruktiv ist und alle Fragen der Platzbelegung, der Organisation und der Umsetzung der Hygienevorschriften einvernehmlich geklärt wurden – mehr als ein Modell für die Zukunft und schon immer das Ziel der Wiking Verantwortlichen.

Begonnen wird am Montag, den 18. Mai mit den Jugendmannschaften von der C-Jugend aufwärts, und – im Laufe der Woche - natürlich unseren Damen- und Herrenteams. Gut vorbereitet haben sich unsere Übungsleiter auf die zu modifizierenden Trainingsinhalte: Abstandswahrung, keine Zweikämpfe, keine Kopfbälle, keine so beliebten „kleinen Spielchen“ zum Abschluss … da fehlen wesentliche Elemente des Fußballsports.

Großen Druck dürfte allerdings keine der Mannschaften verspüren. Die Mehrzahl der hessischen Fußballvereine – so auch die Wiking – befürwortet nämlich den Abbruch der Saison. Es wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit, also keine Punktspiele mehr geben, der jeweilige Tabellenerste in die nächst höhere Klasse aufsteigen, und kein Team absteigen. Für uns würde das erfreulicherweise bedeuten: die 1. Damen- und die 1. Herrenmannschaft – beide unangefochten Tabellenführer -steigen auf!

Zu Saisonbeginn war es eher ein frommer Wunsch. Jetzt wird diese muntere Gruppe der Damen wohl den Aufstieg feiern können!

Überrascht allerdings wurden wir von der Möglichkeit, ab dem 15. Mai auch unser Sport- und Gesundheitszentrum unter Auflagen schon wieder öffnen zu dürfen. Die Umsetzung der vorgeschriebenen Maßnahmen ist hier nicht ganz so einfach zu realisieren, wie sich beispielsweise schon beim Versuch zeigte, ausreichend wirksame Desinfektionsmittel für Hände und Flächen zu bestellen. Derzeit erstellen wir den Personalplan bei angepassten Öffnungszeiten, räumen einzelne Geräte um - zur besseren Einhaltung des Mindestabstandes - und machen uns Gedanken zu organisatorischen Rahmenbedingungen (namentliche Erfassung der Trainierenden / maximale Anwesenheit von 9 Personen gleichzeitig / Laufwege / .. ). Keinesfalls geöffnet werden dürfen aktuell die Umkleideräume und die Sauna!

Geplant ist, ab Montag, den 25. Mai den Betrieb im Sport- und Gesundheitszentrum zu starten. Alle Mitglieder des SPOGEZ werden dazu noch detaillierte Informationen auch auf dem Postweg erhalten.

Lockerungen konnte und kann es zukünftig nur geben, wenn wir uns alle verantwortungsvoll verhalten und so die Infektionsrate klein bleibt und möglichst sinkt.

Wir als Sportler wollen und werden Vorbilder sein. Darum bitte ich Sie ausdrücklich!

Detlef Reissmann

(Vorsitzender)