Liebe Freizeit-Ruder-Interessierte!

Wir sind eine Gruppe von Erwachsenen in jedem Alter mit Spaß am Rudern.
Sobald es das Wetter wieder zulässt, gehen wir auf`s Wasser. Dies wird voraussichtlich Anfang April sein. Unser Treffpunkt ist jeden Dienstag zwischen 17.00 und 18.00 Uhr (je nach Jahreszeit) am Bootshaus.

Über neue Freizeitruderer freuen wir uns jederzeit!

Vorfreude auf die Weser-Wanderfahrt 2017

Dorothe und Manfred gefallen offensichtlich die neuen T-Shirts, die rechtzeitig zur geplanten Wanderfahrt auf der Weser eingetroffen sind. Insgesamt werden 12 "Senioren" vom 15. - 18.Juni die Barke von Hann.Münden bis Polle über etwa 90km rudern. Dauerquartier bezieht die eingespielte Crew im Gasthaus Köhlerhof in Delliehausen bei Ußlar.

Wanderfahrt auf der Lahn vom 25.-29.05.2016

Unsere Freizeitruderer/innen melden sich von ihrer Wanderfahrt entlang der Lahn von Weilburg bis Dausenau heil zurück. Mit dem Wetter hatten wir - angesichts der rund um uns herum stattfindenden Unwetter – unfassbares Glück. Regen gab es nur nachts! Sicherlich ist das dem Umstand zu verdanken, dass wir den Wettergott vor Beginn der Tour mit Manfreds „geheimer Formel“ beschworen haben. Dazu noch zwei Sonntagskinder an Bord der uns vertrauten Barke „Mausi“; da konnte ja gar nichts schief gehen.

Unsere wackeren Steuermänner Daisy und Manfred haben uns gekonnt durch die zahlreichen Flachwasserstellen und Buhnen gelotst. Die Schlussetappe haben wir angesichts der Wetterprognose dann vorsichtshalber doch verkürzt, um unser Glück nicht über Gebühr zu strapazieren. Als Highlight hatten wir dafür mit Marc einen echten Kapitän an den Steuerseilen sitzen. Die „Mausi“ ist ein Nusschälchen gegen das Schiff, welches er „im richtigen Leben“ steuert!

Wir blicken zurück auf vier wunderbare Rudertage mit einer Fülle schöner Eindrücke. Wer nicht dabei war, der hat wirklich etwas versäumt!

Wanderfahrt der Freizeitruderer/innen auf der Lahn vom 25. - 29. Mai 2016

Die Vielzahl der Teilnehmer/innen zählen auch bei der diesjährigen Wanderfahrt schon zum inzwischen „harten Kern“: Karin Heinkele, Brigitte Hornischer-Würz, Sabine Jakobi, Anja Skazel, Dorothee Kutschera, Bernd Dripke, Michael Leiminger, Detlef und Manfred Reissmann. Neu dabei sind: Michael Schadok, den wir in der Jugend einst „Shadow“ getauft haben und Marc-Jan Boon. Mit ihm haben wir erstmals einen waschechten Schiffskapitän mit Rheinpatent im Boot!
Klar, dass wir bei dieser Wanderfahrt wieder ganz wild auf Bewegung unter freiem Himmel sind und uns - in Fortsetzung überlieferter Wanderfahrertradition - täglich auf die Suche nach „der“ Erdbeertorte begeben. Da müssen die Erdbeeren aufrecht stehen und dürfen nicht schottisch halbiert auf dem Tortenboden liegen!
Anreise Mittwoch, 25.05.: Im Laufe des Abends trudeln nach und nach alle hungrig zum gemeinsamen Abendessen ein. Das Abholen unserer lieb gewonnenen kleinen Barke „Mausi“ hat unsere fleißigen Männer im Vereinsbus doch mehr Zeit gekostet. Sie ist zudem leider nicht generalüberholt, sondern nur notdürftig geflickt worden, aber bei uns ist sie selbst in diesem Zustand in guten Händen.
Donnerstag, 26.05.: Uns erwartet ein sonniger nicht zu heißer Tag. Wir fahren nach einem leckeren Frühstück nach Weilburg, wo wir unsere „Mausi“ flugs aufriggern. Unter Manfreds fachkundiger Anleitung beschwören wir im Rudel noch innbrünstig den Wettergott und wassern die „Mausi“ ein, um von Daisy gesteuert, umgehend abzulegen. Natürlich sind uns die Riemen erst noch ein wenig fremd, aber nach wenigen Ruderschlägen verwandelt sich unsere wild zusammen gewürfelte Besatzung wieder zum Dreamteam und wird das bis zum Ende der Etappe auch bleiben!


Als erstes Highlight geht es in den Schifffahrtstunnel. Ein Erlebnis, das zumindest für uns Frauen völlig neu ist. Wir passieren etliche der netten kleinen handbetriebenen Schleusen und genießen die Schönheit des Flüsschens Lahn mit ihren naturbelassenen Uferbereichen. Entlang der Strecke legen sich die dort ansässigen Singvögel, wie Finken, Grasmücken, Drosseln und Nachtigallen mächtig ins Zeug. Mit Zunahme der Streckenkilometer reduzieren sich die Paddler und Kanuten und wir treffen endlich mal auf ein weiteres Ruderboot.
Bei einem der Schleusengänge ist sogar ein kleiner Landgang möglich; unser Vesperpäuschen legen wir auf dem Wasser ein, da wir keinen geeigneten Steg zum Anlegen finden. Einige von uns haben eine stattliche Auswahl an Leckereien eingepackt, was uns das Überleben locker sichert. Als endlich unser heutiges Etappenziel Runkel in Sicht ist, sind wir hoch erfreut und nach dem Anlegen lassen wir uns alle erst einmal zufrieden und ermattet ins Gras sinken, wo Esther uns mit ihrem Besuch überrascht. Sie wäre gerne unterwegs zugestiegen, aber leider hat uns ihre Botschaft zu spät erreicht. Unsere „Mausi“ wird – gut gegen Wellenschlag gesichert - fachkundig am Ufer festgemacht.
Angenehm entkräftet genießen wir den Blick hinüber auf die Stadt mit der Burganlage und langsam erwachen in uns die Wünsche nach Kaffee oder Eis. Das Eiscafe ist bei diesem Traumwetter leider bis auf den letzten Platz belegt und selbst beim Straßenverkauf stehen endlose Schlangen. Also machen wir uns sofort auf die Socken zur „Pension unterm Burgfels“, wo uns Anjas Freundin Anna Seniuta, später ein leckeres Abendessen auftischen wird. Dort setzten wir uns in den sonnigen Garten vor dem Weinstübchen und lassen uns nach 25km Ruderstrecke eine Menge kühles Sprudelwasser nebst Riesling oder Chardonnay die Kehle hinab rinnen. Bei munterem Geplauder vergeht die Zeit wie im Flug und das Abendessen, das uns die Chefin gezaubert hat, schmeckt wunderbar. Die Wurst- und Käseplatte zum „Nachtisch“ schaffen wir trotz unseres Kohldampfs nicht mehr ganz. Das Eis für unsere Leckermäuler fällt leider flach, da der Eissalon bereits geschlossen hat, weil alles ausverkauft ist!
Freitag, 27.05.: Das Frühstück genießen wir, während es draußen noch leicht regnet. Wir fahren nach Runkel und machen unsere „Mausi“ bei aufklarendem Wetter startklar. Die heutige Tagesetappe wird uns nach Balduinstein führen und wir weigern uns, an die vom Wetterdienst für den Nachmittag angedrohten Gewitter zu glauben. Heute sind wesentlich weniger Sportboote unterwegs und es rudert sich wunderbar auf einem Fluss ohne Berufsschifffahrt. Michael legt sich heute derart kraftvoll in die Riemen, dass sein Dollenstift abbricht! Auf dem Wasser lässt sich das leider nicht reparieren und so genießt er ein Päuschen im Bug in der Sonne liegend. Als der Limburger Dom in Sicht kommt, sehen wir Manfred und Bernd am Ufer winken. Beim dortigen Ruderverein legen wir an und stellen mit Freude fest, dass die beiden Landdienstler uns eine Vesper, bestehend aus frischen Brötchen, Fleischwurst und Westfälingern, besorgt haben. In der hölzernen Sitzgruppe am Ufer schmeckt das so köstlich, wie ein Gourmet-Menü. Der Dollenstift kann auch ersetzt werden, so dass die Mannschaft beim Ablegen wieder komplett einsatzbereit ist. Manfred hat nun den Steuersitz übernommen und Daisy unterstützt die Rudermannschaft als Schlagmann auf der Backbordseite. Wir rudern bis zum Restaurant „Mühlchen“, da es hier so nach Erdbeertorte aussieht. Wir werden leider enttäuscht, und so begnügen wir uns mit Tiramisu, Eis, Kaffee und Cola. Den Rest der Strecke versteckt sich die Sonne und um uns herum bauen sich beachtliche Wolkentürme auf. Aber wir haben auch heute wieder Glück! Während wir die „Mausi“ am Steg befestigen, fallen ein paar erfrischende Regentropfen und ein Donner grollt in der Ferne. Erst als wir in den Autos sitzen und in unsere Unterkunft fahren, fängt es an zu regnen. Dort machen wir uns landfein, fahren nach Nassau und lassen uns in einer Pizzeria das Abendessen schmecken. „Shadow“ und Manfred haben bei der Bedienung – offensichtlich durch ihre Sonderwünsche – sofort Eindruck gemacht und werden von ihr fortan mit „Schatzi“ angesprochen. Zum Nachtisch nehmen wir uns ein paar Kugeln Eis in der Waffel mit auf den Heimweg. Wieder in der Unterkunft angelangt, wird der Wunsch nach einem „Absacker“ laut. Der „Bitter“ gilt hier als die reinste Medizin!


Samstag, 28.05.: Heute Morgen ist es so neblig wie im November, aber angenehm mild. Vor dem Ablegen machen wir noch ein Gruppenfoto, denn Sabine verlässt uns heute und wir werden von Balduinstein nach Nassau rudern. Ab hier sind die Schleusen leider nicht mehr so schön romantisch von Hand betrieben. Es begegnen uns etliche Wildenten- und Schwaneneltern mit ihren flauschigen Küken – wie früher – ganz ohne Nilgänse. Am Ufer fahren die Teilnehmer einer Oldtimerrally vorbei, aber leider ist die Sicht meist durch Bäume und Sträucher verdeckt. Wir bewundern zahlreiche alte Eisenbahnbrücken, die den Fluss überspannen und haben einen tollen Ausblick auf die Klosteranlage Arnstein. Heute findet die Rast im Boot statt,weil wir die „Mausi“ am Ufer nicht gegen Wellenschlag gesichert festmachen können und ein Apfelkuchen muss als „Erdbeertortenersatz“ herhalten. Wegen bedrohlich aufziehender Gewittertürme rudern wir anschließend etwas flotter, aber wir haben den Wettergott wieder auf unserer Seite. Das gemeinsame Abendessen lassen wir uns heute in unserer Unterkunft schmecken. Bei der Gelegenheit entlocke ich dem Wirt die Zutaten von „Omas Geheimnis“, der super leckeren hausgemachten Marmelade vom Frühstücksbüfett.
Nassau – Dausenau, Sonntag, 29.05.: Beim Frühstück beschließen wir, wegen der landesweit zunehmenden Unwetter sowie der heute auf 6 Leute reduzierten Rudermannschaft, nicht bis Lahnstein zu rudern. „Mausi“ soll bereits an der nächstmöglichen Slipanlage hinterm Campingplatz in Dausenau ausgewassert werden. Das letzte Stück der Etappe steuert uns nun Marc, unser echter Schiffskapitän. Was sollte da schon schief gehen? Mich wundert allerdings sein sorgenvoll nach vorne gerichteter Blick. Das kann doch nicht etwa daran liegen, dass er jetzt so ein Nussschälchen steuert? Sonst manövriert er doch locker seine „Barco“ mit 110m Länge, 11,5m Breite und einem Gewicht von 1280 Tonnen, meist mit bis zu 500 PKW beladen, den Rhein ruf und runter. Während ich noch rätsele, schreckt uns ein ohrenbetäubendes Geräusch auf, das wie aus der Schrottpresse klingt und Marc sagt ganz trocken: „Das habe ich kommen sehen.“ Ein vor uns fahrender Skipper mit seinem Kajütboot hatte vergessen, vor Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke seine Teleskopantenne einzufahren. Dadurch hat er sich leider seinen ganzen Mast „abrasiert“. Vor der Schleuse genießen wir noch ein wenig die Sonntagsruhe auf dem Fluss, sind aber gleich beim ersten Schleusengang mit dabei. Bald kommen wir an dem hübschen Städtchen Dausenau mit seiner historischen Stadtmauer vorbei und danach ist auch schon der angepeilte Campingplatz in Sicht.


Beim Auswassern sind dieses Mal sämtliche technische Finessen unserer „alten Hasen“ gefragt, denn die Slipanlage ist sehr kurz und steil. Trotz aller Widrigkeiten wird alles wieder gemeinschaftlich gemeistert und die „Mausi“ liegt bald festgezurrt auf dem Bootswagen. Inzwischen ist das Wetter - entgegen der Vorhersage - wieder richtig schön geworden, so dass wir nun auch noch genügend Zeit haben, diese wunderbare Wanderfahrt auf der Terrasse eines Cafes in Nassau, gemütlich in der Sonne sitzend, ausklingen zu lassen. Hier finden wir endlich die Erdbeertorte unserer Träume, nebst Erdbeerbechern, sowie auch kleinen „vernünftigen“ Speisen. Danach treten wir zufrieden und um etliche schöne Erlebnisse bereichert die Heimfahrt an. Dass um uns herum an den zurück liegenden Tagen schwere Unwetter niedergingen und wir stets verschont blieben, ist nahezu unglaublich, aber die gemischten Wanderfahrten scheinen immer unter einem besonders guten Stern zu stehen. Deswegen hat sich wohl auch unsere „stille Hoffnung“ erfüllt: Manfred hat bereits begonnen, unsere Wanderfahrt an die Weser fürs nächste Jahr zu organisieren. Darüber sind wir heilfroh, denn wer von uns könnte das besser, als er? Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren beiden Reissmännern und Bernd; mit der Organisation sowie dem Hin- und Rücktransport der Barke haben sie viele Stunden ihrer persönlichen Freizeit für unser „Rundum-sorglos-Paket“ geopfert. Der „harte Kern“ unserer Wanderfahrer/innen ist inzwischen schon wieder gespannt und voller Vorfreude, auf ein schönes Gruppenerlebnis bei der kommenden Wanderfahrt an die Weser.