Jahressiegerehrung vom 3. Dezember 2017

Jedes Jahr, am ersten Sonntag im Dezember, lädt der Vorstand zum Sektfrühstück ein. Ein Empfang für Jubilare, verdiente Mitglieder und erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler der Sportgemeinschaft Wiking die an diesem Tag ausgezeichnet werden.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt (v.l.): Adolf Simansky 50 Jahre, Irene Kehret 40 Jahre, Gerhard Nees 60 Jahre und Helmut Leist 40 Jahre.

Ehrungen für sportliche Leistungen

Als Vertreter für ihre erfolgreichen Fußball-Teams nahmen die Trainer die Ehrung entgegen.
Bild links: Für die Meisterschaft der C2-Junioren Guiseppe Corso und Torsten Gaubatz.
Bild rechts: Für den Kreispokalsieger der U16 Juniorinnen Matthias Specht und Dirk Weidner.

Die Ruder-Juniorinnen und -Junioren blickten auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück.

Applaus für einen lebendigen Verein

Sportgemeinschaft Wiking ehrt erfolgreiche Sportler und Jubilare

Die Sieger- und Jubilaren Ehrung der Sportgemeinschaft Wiking fand traditionell am Sonntagvormittag im fast schon überfüllten Bootshaus am Nordring statt. Nach zwei Stunden unterhaltsamer Vorstellung der erfolgreichen Sportler/innen und deren Trainer, sowie langjähriger verdienter Mitglieder, kamen die Ehrengäste – Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel und Stadtverordnetenvorsteher Stefan Färber in Grußworten übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Wiking ein lebendiger Verein ohne Nachwuchssorgen sei.

Vorsitzender Detlef Reissmann, der den Vormittag moderierte, hatte noch vor Begrüßung der Ehrengäste, zu denen auch der Ehrenamtsbeauftrage Reinhard Knecht und die ehrenamtliche Stadträtin Brigitte Koenen zählten, seinen besonderen Dank denjenigen gezollt, die eine solche Veranstaltung erst möglich gemacht hatten. Mit der Aufforderung, keines der 400 Canape´s übrig zu lassen, lobte er insbesondere die Damen und Herren, die seit den frühen Morgenstunden „die Schnittchen“ geschmiert, belegt und dekoriert hatten.

Bis auf die B-Jugend der Fußballabteilung, die in der abgelaufenen Saison als C1 die Meisterschaft errang, leider aber zum Zeitpunkt der Ehrung ein Punktspiel zu bestreiten hatte, waren in Mannschaftsstärke die U16 der Mädchen – als Kreispokalsiegerinnen - und die C2 der Jungen – als Meister der Kreisklasse - erschienen. Beide Mannschaften erhielten einen Geldbetrag als Anerkennung - mit der Auflage - diesen für eine gemeinsame Unternehmung zu nutzen. Damit soll, neben dem sportlichen Miteinander, auch der oft wichtigere Zusammenhalt außerhalb des Spielfeldes gefördert werden. Im Kontext der vorgelesenen Namen aller Sportlerinnen und Sportler verwies Detlef Reissmann auf die Integrationsleistungen, die für die Wiking alltäglich und „dem Sport immanent“ sei.

Möglich machen solche Erfolge eine große Anzahl von Trainern, Übungsleitern und Betreuern. Stellvertretend bedankte sich der Vorsitzende mit Blumen oder Apfel-Secco bei Torsten Gaubatz, Guiseppe Corso, Matthias Specht, Dirk Weidner, Klaus Baumann, Felix Schwarz, Thorsten Klüsche, Rüdiger Betz, Pia Schickedanz, Karlheinz Mayer und Johannes Bilz für ihr außergewöhnliches Engagement. Erfreulich dabei festzuhalten, dass sich die Anzahl der lizenzierten Trainer in den letzten Jahren verdoppelt, und damit auch ein Qualitätssprung vollzogen habe. Die vom Verein propagierte Fortbildungsinitiative schlage sich aktuell besonders in Lehrgängen zur Ächtung von Gewalt in jeder Form und der besonderen Verantwortung für das Kindeswohl nieder.

Ein Höhepunkt der Siegerehrung war sicherlich der Auftritt der aktiven Ruderinnen und Ruderer, die sich zum Chor aufstellten. Nach der bekannten Melodie der „Sportfreunde Stiller“ hieß es im Refrain „Applaus, Applaus für unsere Wiking“ oder „Applaus, Applaus für unser´n Trainer“ und im Text wurde von der Werbeaktion an Offenbacher Schulen mit Ruderergometern, über die Begeisterung im Ruderkurs, bis hin zu den Regattavorbereitungen und den nicht ausgebliebenen Siegen gesungen. Trainer Demir Türsan und Betreuer Michael Sempf, unterstützt durch die Abteilungsleitung und die Eltern, sind die tragenden Säulen eines Aufschwungs, der im Frühjahr mit sechs Aktiven begann und im Herbst mit 27 Siegerinnen und Siegern endete. Auf den Hessischen Meisterschaften gewann der Nachwuchs drei Gold- und drei Silbermedaillen, eine lange nicht mehr erlebte Erfolgsserie. Fünf Siege auf den World-Masters runden das positive Gesamtbild ab.

Namentlich herausstellen wollte man keine Sieger, denn nicht nur im Boot ist das ausgeprägte Wir-Gefühl ein Charakteristikum der Gruppe. Dazu trägt – nicht unwesentlich -das äußere Erscheinungsbild auf Regatten bei. Zwei großformatige Fotos von Rene Spalek, die zukünftig den Eingangsbereich des Bootshauses schmücken werden, verdeutlichten das. Die „Einteiler“, so die genaue Trikotbezeichnung, werden jetzt, farblich passend und den Witterungsbedingungen folgend, durch Schlauchschals sinnvoll ergänzt, die Jeder als Geschenk erhielt. Sofort wurden die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten als Schal, Mütze oder Stirnband ausprobiert. Wie passend hieß es im Liedtext: “Ja wir wünschen uns sehr, ihr hört niemals damit auf!“

Besonders stolz können Vereine sein, wenn langjährige Mitglieder zur Ehrung anstehen. Mitgliedschaft, so berichtet Detlef Reissmann, sei vom Gesetzgeber „als auf Dauer angelegt“ spezifiziert, einem Verhalten, dass nach der aktiven Zeit auch unterstützt, wovon man vorab profitierte. Helmut Leist und Irene Kehret, zur Gründung der Tennisabteilung 1977 eingetreten, wurden mit der Ehrennadel in Gold und der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Helmut Leist, so der Vorsitzende, sei zwischenzeitlich wohl mal „ausgewandert“, denn als Steuermann beim 500. Sieg der Wiking, errungen schon im Jahre 1953, findet man sein Bild in jeder bisherigen Festschrift. Sein damaliger Spitzname: „Wichtel“.

Irene Kehret war lange im Vorstand als Schriftführerin tätig und bis zuletzt Leiterin der inzwischen aufgelösten Tennisabteilung. Bis heute pflegt sie den Kontakt der verbliebenen Mitspieler und organisiert immer wieder Treffen und Ausflüge.

Auf 50 Jahre Mitgliedschaft kann Adolf Simansky zurückblicken: Stationen als aktiver Handballer, Trainer, Schiedsrichter – bis in die höchsten Spielklassen - und später dann als Tennisspieler. Verdient gemacht hat er sich zudem mit seiner Elektrofirma bei der grundhaften Erneuerung der Sportstätte beim Bau des Sport- und Gesundheitszentrums.

Gerhard Nees ist noch zehn Jahre länger Mitglied. Seit 60 Jahren gehört er der Ruderabteilung an, ist natürlich lange schon Ehrenmitglied und Träger der Goldenen Nadel des Ruderverbandes. Nach seiner aktiven Zeit entdeckte er den motorisierten Wassersport und gehörte viele Jahre dem legendären Wiking-Schlauchboot-Club an. Da in solchen Fällen die Möglichkeiten von Ehrennadeln ausgereizt sind, überreichte der Vorsitzende unter großem Beifall zwei Präsentkörbe.

Mit den besten Wünschen zum Weihnachfest und den Jahreswechsel endet im Normalfall eine solche Jahressiegerehrung. Speziell bei der Wiking kommt danach aber noch der Hinweis auf die Faschingsveranstaltungen, insbesondere auf die „Kreppelsitzung“ am 4.Februar 2018.