Großartiger Auftritt bei den Hessischen Meisterschaften

Mit zwölf Aktiven und dem Betreuerteam reisten wir zu den Hessischen Meisterschaften nach Eschwege am Freitagnachmittag so rechtzeitig an, dass die Boote noch an diesem Tag aufgeriggert und man sich mit der Strecke vertraut machen konnte. Die Markierung der Startbahnen mit einer Bojenkette war für viele Nachwuchskräfte neu und bereitete dem ein oder anderen Kopfzerbrechen. "Hoffentlich bleiben wir nicht in den Bojen hängen" - so die Befürchtung. Als es am Samstag dann ernst wurde, zahlte sich das Abfahren der Strecke aus und in allen Booten wurde gut gesteuert.

Die ganz in der Nähe gelegene Jugendherberge hatten wir frühzeitig als Quartier gebucht und schon fast traditionell suchte man gemeinsam eine Pizzeria zum Abendessen auf. Trotz Reservierung waren die Plätze dort knapp, und so belegte man kurzerhand die benachbarte Eisdiele. Die Stimmung war ausgesprochen gut, eine gewisse Anspannung aber durchaus spürbar. So war tatsächlich Nachtruhe um 22.00 Uhr.

Der Junior-Einer der 15/16-jährigen war mit 24 Startern das Rennen mit den meisten Meldungen. In sechs Läufe mit jeweils vier Booten wurde geteilt und nur die jeweiligen Sieger qualifizierten sich für das Finale. Entsprechend hart wurde gekämpft. Nicola gewann im Endspurt den ersten Lauf und Victor fuhr seinen Vorlauf nicht mit vollem Einsatz zu Ende als absehbar war, dass er ihn nicht mehr gewinnen konnte. Kräfte für den Doppelvierer sparen - so die Devise.

Das erste Finale hatte dann Roslyn im Mädchen-Einer 12 Jahre gegen vier Mitbewerberinnen zu bestehen. Mit einer Medaille war im Vorfeld schon geliebäugelt worden und Roslyn fuhr über die 1000m betont lang und mit kluger Krafteinteilung. Im Ziel war es ein ungefährdeter zweiter Platz hinter der Skullerin aus Limburg und groß die Freude über die erste Silbermedaille.

Gleich danach der Endlauf im Junior-Einer und nach erbittertem Kampf bis zur Ziellinie die zweite Silbermedaille - diesmal für Nicola. 200m vor dem Ziel sah es noch nicht danach aus, aber der unnachahmliche Spurt überraschte auch diesmal die Gegner. Auf dem Siegerpodest war nicht zu übersehen, dass die körperlichen Voraussetzungen der übrigen Finalisten doch deutlich besser waren. Dies wertet die Leistung von Nicola noch einmal deutlich auf. Glückwunsch!

Nach dem Ausrudern musste Nicola gleich mit dem Junior-Doppelvierer m.Stm. auf das Wasser. Nicht gerade optimal. Drei Renngemeinschaftsboote gegen das reine Vereinsboot der Wiking - eine sehr schwere Aufgabe. Victor, Nicola, Lenny, Leo und Steuerfrau Roslyn fuhren ein starkes Rennen, doch es reichte nur zum undankbaren vierten Platz. Eine Sekunden schneller, und es hätte die verdiente Medaille gegeben. Kopf hoch - Jungs!

Zafir - sicher eine der Entdeckungen dieses Jahres - musste sich auch durch einen Vorlauf für das Finale im Jungen-Einer 14 Jahre qualifizieren, was ohne Probleme gelang. Im Endlauf hielt er von Beginn an den Kontakt zur Spitzengruppe und fuhr einen unerwartet deutlichen zweiten Platz heraus und damit die dritte Silbermedaille innerhalb weniger Stunden. Ein starker Auftritt und ein sichtlich erschöpfter Zafir stand mit wackligen Beinen auf dem Podest. Alles gegeben!

Linus und Ben - eine neue Kombination - vertraten die Wiking im Jungen Doppelzweier 11 und 12 Jahre. Und wie! Ein eindrucksvoller und überlegener Start-Ziel Sieg löste großen Jubel im Wiking-Lager aus. Die erste GoldmedaIlie an diesem Tag. Da wächst was heran!

"Fahr Dein Rennen" - lautete die klare Anweisung von Trainer Demir Türsan an seine Skullerin Nadira im Mädchen-Einer 13 Jahre. Und wie befreit und beflügelt flog diese über die Bahn und siegte mit deutlichem Vorsprung. Glücklich als Hessenmeisterin holte sie die zweitplatzierte Ruderin aus Mühlheim bei der Ehrung auf das Siegerpodest. Ein schönes Zeichen des Respekts und der Freundschaft.

Prima! So ist Wiking!

Es war das letzte Rennen des Tages und eine Wundertüte! Bislang noch nie gemeinsam gestartet aber ein nominell starkes Team: Unser gemischter Doppelvierer der Jungen und Mädchen 12 Jahre und jünger. Die Gegner aus Frankfurt-Oberrad hatten den besseren Start und nach 500m fast eine Länge Vorsprung. Unter den Anfeuerungsrufen vom Ufer aus erhöhte Roslyn auf der zweiten Streckenhälfte die Schlagzahl und mit jedem Zug kamen die Wikinger näher. Im Ziel war es dann fast eine halbe Länge Vorsprung. Großer Kampf - super Leistung - verdiente Hessenmeister: Roslyn, Ben, Jonas, Florentine und Steuermann David. Noch am Siegersteg musste David Bekanntschaft mit dem Wasser des Werratalsees machen. Es war sein erster Sieg als Steuermann, und Tradition ist Tradition!

Ein besonderer Dank an Trainer Türsan und seine Frau, Betreuer Michael, und all die vielen Eltern, die den Weg nach Eschwege auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen. Ihr seid Wiking!

Mit breiter Brust auf die Hessischen Meisterschaften

Sechs Ruderinnen und Ruderer zu Saisonbeginn in Mannheim.

Acht erfolgreiche Aktive wenige Wochen später in Offenbach, Bamberg, Heidelberg und Bürgel vor der Sommerpause.

30 (!) Siege mit einem doppelt so großen Kader auf den Herbstregatten in Schierstein und Groß-Auheim.

Wir sind gut aufgestellt für die Hessischen Meisterschaften am 30. September auf dem Werratalsee in Echwege, und dies trotz mangelnder Startmöglichkeiten für den Nachwuchs "jünger als 12 Jahre" und einem fehlenden Gegner für unseren starken Mädchen-Doppelvierer.

Regatta Bürgel bestätig Konzept der Nachwuchsförderung

"Das haben wir gut gemacht" - scheint Roslyn ihrer Bugfrau Nadira zu bestätigen. Der Sieg war schon überfällig!

Die Siege auf der Regatta in Bamberg waren keine Eintagsfliege. Zafir gewinnt wieder den Jungen-Einer 14 Jahre in überzeugender Manier.

Ungeschlagen in Jungen-Einer blieb auch Ben. Wie unsere anderen Nachwuchskräfte entdeckten wir ihn als Talent beim Ergometerrudern an Offenbacher Schulen.

Ihren ersten Sieg für unseren Verein - nach ungezählten nationalen und internationalen Erfolgen für die Hanauer Rudergesellschaft - errang "Moni" Herkert in einem Renngemeinschafts Doppelvierer der Masters. Einstand gelungen!

TOP 10 in Deutschland

Vom 22. - 25. Juni weilte Trainer Türsan mit seinem Schützling Nikola in München zur Deutschen Jugendmeisterschaft. An allen Tagen zeigte sich die Regattabahn von 1972 in bester Verfassung und so konnten die Rennen stets unter fairen Bedingungen ausgefahren werden.

Eigentlich war seit Herbst 2016 die Planung, dass sich Nikola einen Platz im Hessischen Junior-B-Achter sichern sollte. Über den Winter fanden dazu verschiedene Trainingseinheiten und Leistungstests des Hessischen Ruderverbandes statt, deren Ergebnisse die Planung nie in Frage stellten. Als man dann zum Ostertrainingslager anreiste war man erstaunt: Ein großer Teil der für den Achter vorgesehenen Aktiven war nicht vor Ort und es musste in Kleinbooten trainiert werden. Danach stellte sich schnell heraus, dass es wohl gar nicht zur Bildung eines Hessischen Achters kommen wird. Schade, denn der weitere Saisonverlauf zeigte eindeutig, dass hier eine große Chance vertan wurde!

Gut, dass unsere Trainingsgruppe Nikola auffangen konnte. Alle nachfolgenden Regatten zeigten sein Potential. So entschied sich der Trainer, auf der Meisterschaft den Einer zu melden und das Training darauf auszurichten.

23 Skuller hatten zum Junior B-Einer gemeldet, was einen Sieg im Vorlauf bedingt hätte, um sich gleich für die Halbfinale zu qualifizieren. Nikola fand bei leichem Schiebewind gut ins Rennen und war im 2. Vorlauf stets auf Tuchfühlung mit der Spitze des Feldes. Im Ziel auf Platz 2, optimales Ergebnis, unter Berücksichtigung der körperlichen Überlegenheit vieler Starter.

Im Hoffnungslauf musste es zumindest der zweite Platz sein, um nicht gleich die Heimreise antreten zu müssen. Es war schon überraschend, wie souverän Nikola dies meisterte mit einem sicheren zweiten Platz im 2. Hoffnungslauf. Nur ein kurzes Hängenbleiben auf den letzten 100 Metern verhinderte einen Sieg. Zufriedenheit beim Trainer und den vielen Freunden, die im Bootshaus per Live-Stream die Rennen verfolgen konnten. Super Leistung von Nicola. Halbfinale!

Die Qualifikation für das A-Finale wäre einer Sensation gleichgekommen, doch die Art und Weise, wie mutig und entschlossen Nicola sein Halbfinale anging, war aller Ehre wert. Letzlich reichte es zu Platz 5 und einem Platz im B-Finale. Hier führte er bis zur 1250m Marke das erlesene Feld an, um dann doch den Strapazen der letzten Tage Tribut zollen zu müssen. Aber was für ein Ergebnis: Platz vier im kleinen Finale und damit unter den Top 10 in Deutschland. Gratulation an alle Beteiligten!Im Bootshaus wird mitgefiebert. Vor dem eigenen Training kann man im Live-Stream das Rennen von Nicola in München hautnah mitverfolgen. Auf diesen Zusammenhalt können wir stolz sein!

Acht Siege in Bamberg

Gute Stimmung auf der Regatta in Bamberg! Kein Wunder, denn jeder der sieben gestarteten Aktiven kam mindestens mit einem Sieg nach Hause. Der erstmals erfolgreiche Doppelvierer mit Nicola, Leander, Leo, Wiktor und Steuerfrau Roslyn war zudem noch im Doppelzweier und in Einern nicht zu schlagen. Zafir fuhr seine ersten Rennen im Jungen-Einer 14 und überraschte gleich mit dem Sieg an beiden Tagen. Auch Ben feierte einen gelungenen Einstand und entschied den Jungen-Einer der 11-jährigen für sich. Die Integration der durch die Werbeaktion an Schulen gewonnen Nachwuchskräfte in die Trainingsgruppe ist gelungen.

Heidelberg war eine Reise wert

So sieht das aus, wenn die Wiking-Crew rund um den Bootswagen ihr Lager aufgeschlagen hat. In Heidelberg hatte insbesondere Roslyn Grund zur Freude und ergänzte ihre Medaillensammlung um zwei Exemplare. Der Junior-Doppelvierer zeigte aufsteigende Form und näherte sich dem Boot aus Breisach bis auf 5 Zehntel Sekunden. In Mannheim waren es noch 8 Sekunden! Auch Nicola kam zu einem deutlichen Sieg im Junior-Einer BI.

Der Knoten platzt in Offenbach

Die Trauben auf der Regatta Mannheim hingen erwartungsgemäß hoch, und so war man auf die zweite Standortbestimmung "vor der Haustür" sehr gespannt. Und was für ein positives Ergebnis brachte die Regatta der Rudergesellschaft Undine!

Keiner der gestarteten Aktiven blieb ohne Sieg und oft hingen sogar 2 Radadelchen um den Hals. In der örtlichen Presse war deshalb zurecht zu lesen: "Die SG Wiking trumpfte im Nachwuchsbereich groß auf". Leo Walshe, Leander Spalek und Wiktor Zdunowski gewannen die Junior-B-Einer (15/16 Jahre) und in wechselnden Besetzungen auch im Doppelzweier. Leider musste der Doppelvierer erneut abgemeldet werden, denn Linus Schneider laborierte an einer Verletzung und Nicola Egic startete im Team des Hessischen Ruderverbandes auf der Juniorenregatta in München. Es gab nicht nur bei den Nachwuchskräften strahlende Gesichter. In Offenbach steht natürlich die ganze Familie an der Regattastrecke - vornehmlich auf der Carl-Ulrich-Brücke - feuert an und ist zurecht stolz auf die Kinder.

Besonders stolz war Familie Walshe auf Tochter Roslyn. Erstmals startete sie auf einer Regatta im Einer und war an beiden Regattatagen im Mädchen-Einer der 12-jährigen nicht zu schlagen. Da konnte sich natürlich auch der "Trainer" beruhigt zurücklehnen: Das Wintertraining zahlt sich aus!

Erster Regattaeinsatz 2017 in Mannheim

"Hauptsache gut aussehen" war das Motto, und die neuen Einteiler waren dabei der Hingucker! Sportlich langte es noch nicht zu einem Sieg, doch die Ansätze waren vielversprechend. Ein "bärenstarkes Rennen" fuhren Roslyn und Nadira über die Langstrecke, und Trainer Demir Türsan war mit der Bronzemedaille sehr zufrieden. Da Linus erkrankt war wurden zu Gunsten des Doppelvierers am Samstag die Einerrennen abgemeldet, um dann festzustellen, dass man die Ausleger für den Vierer in Offenbach vergessen hatte. Das kommt in Zukunft bestimmt nicht mehr vor - ein nicht unwichtiger Lernprozess!Immerhin qualifizierte sich Nicola im Einer für den gesetzten Lauf am Sonntag. Hier war dann allerdings sein aktueller Trainingsrückstand unübersehbar.

Sonntags war die Regatta "vom Winde verweht" und die Startbahn bestimmte häufig das Resultat mit. Dennoch gab es im Doppelzweier und im Doppelvierer für die Junioren gute zweite Plätze, angesichts der erfahrungsgemäß starken Konkurrenz und der 6 Startbahnen in Mannheim durchaus positiv zu bewerten. Schon am 6./7.Mai stehen die Regatten in München und Offenbach auf dem Plan.

  • Sieger in Schierstein: Leo Walshe Sieger in Schierstein: Leo Walshe
  • Sieger in Schierstein: Leander Spalek Sieger in Schierstein: Leander Spalek
  • Für eine große Überraschung sorgte Nicola Egic auf den Hessenmeisterschaften und wurde Vizemeister im Junior-Einer der 15/16-Jährigen Für eine große Überraschung sorgte Nicola Egic auf den Hessenmeisterschaften und wurde Vizemeister im Junior-Einer der 15/16-Jährigen
  • Das Projekt "OffenbAchter" startete am 16.Oktober erfolgsversprechend Das Projekt "OffenbAchter" startete am 16.Oktober erfolgsversprechend